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21. Juni 2024
Redaktion
podo deutschland

Podologie-Vertrag nach § 125: Wichtige Neuerungen bekannt

Am 21. Juni 2024 wurde eine bedeutende Anpassung des Vertrages nach § 125 SGB V über podologische Therapie zwischen den maßgeblichen Berufsverbänden der Podologie und dem GKV Spitzenverband bekanntgegeben. Diese Änderungen treten mit der zweiten Vergütungsstufe am 1. Juli 2024 in Kraft.
Das
Grafik: podo deutschland
Es gibt Änderungen des Vertrages nach § 125 SGB V über podologische Therapie.

Eine zentrale Änderung im Vertrag ist der Wegfall der Bearbeitungsgebühr bei nachträglichen Korrekturen. Dies soll die Handhabung der Verträge vereinfachen und die unterschiedlichen Auslegungen minimieren.

Anpassungen in den Anlagen

Einheitliche Abkürzungen

In Anlage 1a und 1b wurden feste Abkürzungen zur Darstellung der Maßnahmen auf der Verordnungsrückseite eingeführt. Dies soll eine einheitliche Anwendung sicherstellen. Klarstellend wurde in Anlage 3 geregelt, dass diese Abkürzungen bereits in der ersten Zeile angewendet werden können.

Eingangs- und Erstbefundung

Die Eingangs- und Erstbefundungen gelten als Behandlungsbeginn, der innerhalb von 28 Tagen nach Ausstellung der Verordnung erfolgen muss. Diese Leistungen stehen in direktem Zusammenhang mit der Therapie, bilden jedoch nicht die eigentliche Therapieleistung ab.

Vertretungsberechtigte Ärzte

Änderungen auf Verordnungen können künftig auch von vertretungsberechtigten Ärzten vorgenommen werden, wenn der ursprüngliche Verordner abwesend ist. Diese Änderungen müssen mit Unterschrift, Datumsangabe und Arztstempel des vertretungsberechtigten Arztes versehen sein.

Konkretisierung der Diagnosen

In den Diagnosegruppen NF und QF wurden die therapierelevanten Diagnosen präzisiert, um klare Hinweise auf sensible oder sensomotorische Neuropathien oder neuropathische Schädigungsbilder als Folge eines Querschnittsyndroms zu geben.

Hinweisfeld „Begründung“

Anlage 3 wurde um ein neues Hinweisfeld „Begründung“ ergänzt. Hier sollen die erforderlichen Angaben im Zusammenhang mit der Nagelspangenbehandlung erläutert und Korrekturmöglichkeiten aufgezeigt werden.

„Es ist uns eine große Herzensangelegenheit, die Regularien im Sinne der Leistungserbringer fortzuentwickeln. Einige Schwerpunkte, z. B. den Wegfall der Bearbeitungsgebühr, haben wir mit unserem Verhandlungspartner einvernehmlich lösen können“, erklärt podo deutschland Präsidentin Martina Schmidt.

Quelle: Pressemeldung

Foto: Eakrin/Adobe Stock
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