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24. Januar 2024
Redaktion
Diabetes

Typ-2-Diabetes: Neue Studie bringt wichtige Erkenntnisse

Das Deutsche Diabetes-Zentrum (DDZ) hat kürzlich durch eine Studie im renommierten Fachjournal "The Lancet Diabetes & Endocrinology" neue Erkenntnisse über die Heterogenität des Typ-2-Diabetes veröffentlicht.
Foto: Siam/Adobe Stock
Eine neue Studie zu Typ-2-Diabetes wurde veröffentlicht.

Die Studie des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) gibt innovative Einblicke in die Heterogenität des Typ-2-Diabetes. Die Forschenden haben einen innovativen Algorithmus angewandt, um Menschen mit Typ-2-Diabetes anhand von Routinedaten zu stratifizieren und so die stoffwechselbedingte Vielfalt einer Diabetes-Erkrankung darzustellen.

Einzigartige Darstellung der Diabetes-Heterogenität

Typ-2-Diabetes ist eine äußerst heterogene Erkrankung, die sehr unterschiedlich verlaufen kann. Mit Hilfe dieses innovativen Algorithmus ist es dem Team gelungen, neue Perspektiven auf die Vielfalt des Typ-2-Diabetes hinsichtlich Insulinsensitivität, Insulinsekretion, Verteilung des Fettgewebes und entzündungsfördernder Profile zu eröffnen.

Die Arbeit präsentiert eine einzigartige, baumartige Darstellung der Diabetes-Heterogenität. Ursprünglich entwickelten Forscher in Großbritannien diese Visualisierung. Nachzulesen ist dies nun in Daten der Deutschen Diabetes-Studie (German Diabetes Study; GDS) und der LURIC-Kohorte.

Bedeutung für die Therapie

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Typ-2-Diabetes differenzierter betrachtet werden muss und es somit auch nicht nur eine Therapie für alle geben sollte. Der Algorithmus basiert neben Alter und Geschlecht auf einfachen, routinemäßigen Daten, die Behandlern entweder vorliegen oder unkompliziert erhoben werden können. Beispielsweise BMI, Gesamtcholesterin oder HbA1c.

Frühzeitig lassen sich Menschen identifizieren, die innerhalb der ersten fünf Jahre nach ihrer Diabetes-Diagnose weniger Insulin produzieren oder zu unzureichend eingestelltem Bluthochdruck bzw. Fettstoffwechselstörungen neigen.

Auswirkungen auf die Fußgesundheit

Zusätzlich zu den allgemeinen Auswirkungen des Typ-2-Diabetes auf den Körper kann diese Erkrankung auch schwerwiegende Folgen für die Füße haben. Diabetes Typ 2 kann zu diabetischen Fußsyndromen führen, die durch Nervenschäden und Durchblutungsstörungen gekennzeichnet sind. Dies kann Wunden an den Füßen mit sich bringen, die schlecht heilen und im schlimmsten Fall zu Amputationen führen können.

Podologen spielen eine wichtige Rolle bei der Behandlung von diabetischen Fußsyndromen. Sie bieten spezialisierte Fußpflege an, um das Risiko von Komplikationen zu reduzieren und die allgemeine Fußgesundheit zu erhalten. Daher ist es entscheidend, dass Menschen mit Typ-2-Diabetes regelmäßig ihre Füße von einem Podologen untersuchen lassen. So lassen sich potenzielle Probleme frühzeitig erkennen und behandeln.

Die wegweisende Studie des Deutschen Diabetes-Zentrums hat das Potenzial, die Art und Weise, wie wir Typ-2-Diabetes verstehen und behandeln, zu verändern. Die Ergebnisse könnten als Vorlage zur Entwicklung von präziseren Therapieansätzen dienen und auch so auch Einzug in den Praxisalltag finden.

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Foto: Eakrin/Adobe Stock
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