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1. Juni 2023
Cornelia Meier
Fußgesundheit

Wie Barfußlaufen Kinderfüße stärken kann

Zu kurz, zu eng, zu unbeweglich. Gesunde Kinderfüße stecken häufig in der Klemme. Galahad Clark, Mitbegründer von Vivobarefoot, beleuchtet, warum Kinder zu häufig in den falschen Schuhen stecken und was das für ihre Fußgesundheit bedeuten kann.
Kind
Foto: Vivobarefoot

Kindern fehlt die nötige Sensorik in den Füßen, um beurteilen zu können, wenn es drückt. Dadurch quetschen und krümmen sich die Zehen, ohne dass die Kinder Schmerzen verspüren. Erst ab dem 14. Lebensjahr ist das Fußskelett vollständig ausgebildet, viel Zeit also für Verkrümmungen, wenn auf falsches Schuhwerk gesetzt wird.

Dass es auch anders geht, zeigen zahlreiche Studien. Diese belegen die positiven Auswirkungen von regelmäßigem Barfußlaufen auf die Entwicklung von Fuß- und Bogenmorphologie bei Kindern und Jugendlichen im Vergleich zu denjenigen, die regelmäßig konventionelle Schuhe tragen. So wurde unter anderem festgestellt, dass das regelmäßige Tragen von herkömmlichen Schuhen in allen Altersgruppen signifikante Auswirkungen auf die Entwicklung hat.

Auch auf die Größe der Kinderschuhe kommt es an

Eine BKK-Studie stellte zudem bereits 2016 fest: Nur 38 Prozent der Straßenschuhe passen Kindern wirklich. Viele Schuhe seien bis zu sechs Größen zu klein. Bei vielen Kindern fielen etwa Druckstellen oder Zehenfehlstellungen auf.

Häufig wird beim Kauf von Kinderschuhen nicht bedacht, dass die heranwachsenden Füße sehr schnell mehr Freiraum benötigen: Im Alter von eins bis drei Jahren ist mit einem durchschnittlichen Längenwachstum der Kinderfüße von 1,5 Millimeter pro Monat zu rechnen. Im Alter von drei bis sechs Jahren wachsen Kinderfüße durchschnittlich noch immer einen Millimeter pro Monat.

„Die Wahl des Schuhwerks spielt also eine wichtige Rolle für die kindliche Fußentwicklung und hat langfristige Auswirkungen auf das motorische Lernen im späteren Leben“, sagt Galahad Clark. Um die positiven Eigenschaften des Barfußlaufens mit dem Schutz eines Schuhs zu verbinden, habe sein Unternehmen den Kinderschuh „Gaia“ entwickelt. Er sei speziell für Kinder entworfen und böte ein minimalistisches Design, das natürliche Bewegungen ermöglichen, die Balance sowie Fußstärke verbessern und gleichzeitig vor äußeren Verletzungen schützen soll.

Die Vorteile von Barfußsschuhen

„Barfußlaufen ist für Kinder am besten, da es den wichtigen sensorischen Feedback-Loop stimuliert, der die Füße mit Gehirn und Körper verbindet. Ein aktives und funktionierendes System fördert das Wachstum von Körper und Gehirn auf natürliche Weise“, berichtet Physiotherapeut und Vivohealth Partner Florian Zitzelsberger. Kinder, die größtenteils barfuß aufwachsen, haben breitere Füße, was laut Zitzelsberger ein Zeichen für starkes, natürliches Wachstum ist. Sie haben weniger Plattfüße und weisen eine bessere Balance und Motorik auf als Altersgenossen, die konventionelle Schuhe tragen.

„Füße sind die Grundlage für die Gesundheit des Menschen. Wir glauben, dass eine natürliche, gesunde und glückliche körperliche Entwicklung auch das Wachstum eines gesunden und glücklichen Gehirns fördert“, bekräftigt auch Galahad Clark.

 

Quelle: Vivobarefoot

Foto: Eakrin/Adobe Stock
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